SUCHEN

Für die Schnellsuche geben Sie hier bitte einen Suchbegriff ein. Hier A-Z »

NEWSLETTER

 EINTRAGEN  AUSTRAGEN

Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie in unregelmäßigen Abständen interessante Informationen aus Bad Hönningen. Der Newsletter ist jederzeit kündbar. Einfach nur Email-Adresse eintragen und abschicken.

LINKS
BAD HÖNNINGEN FILMISCHES PORTRAIT
VERANSTALTUNGSKALENDER
HIGHLIGHTS 2017
KRISTALL
THERME
RÖMERWELT
WANDERN
RHEINSTEIG
WESTERWALD-STEIG
GEOLOGISCHER RHEINLAUF
GEOCACHING
PAUSCHALANGEBOTE
PROSPEKTBESTELLUNG
STADTPLAN
ANFAHRT


1000 Jahre Bad Hönningen
Bad Hönningen

Das Hohe Haus

1019 - In der ersten Urkunde Hönningens schenkt das Kaiserpaar Heinrich II. und Kunigunde dem Altar des Apostelfürsten Petrus, zur Verfügung der dem Herrn in der Bamberger Kirche dienenden St. Georgs-bruderschaft, ihr Besitztum in Hohingen (Hönningen), so wie sie es von Ennelinus erhalten haben. Das Besitztum des Ennelinus, fortan als "sand (Sankt) Jürgenhoff" bezeichnet, hatte bedeutsame Gerechtsame, darunter gemeinsam mit dem hiesigen Hof des Trierer St. Simeons-stiftes das Zehntrecht, weil beide Höfe hier die erste Pfarrkirche errichtet hatten. Die Gebäulichkeiten des "sand Jürgenhoffs" standen an der Stelle des "Hohen Hauses".

HohesHaus_02.jpg1422 - Mit Urkunde vom 11. August 1422 verkauft das Bamberger Domkapitel den "sand Jürgenhoff" samt allen Gerechtsamen an Bischof Otto von Trier für 1500 Gulden, dieser schlägt das ehemalige Ennelinus-gut dem Lehen Arenfels zu. Damit verschwindet der Name "sand Jürgenhoff"aus den Urkunden.

1438
- Durch dendrochronologische Unter-suchungen belegt, kann dieses Jahr als das Baujahr des "Hohen Hauses" angenommen werden. Bauherr war der Erzbischof Raban von Trier, oder - mit dessen Zustimmung - der Ritter Friedrich von dem Steyne bei Nassau, dem das Lehen und die Amtmannschaft über die Herrschaft Arenfels in der Zeit von 1412-1451 verpfändet war. Der spätgotische Baukörper ist ein schlichter, aber fester Wohnturm aus heimischem Bruchstein; in Notsituationen für die bedrängten Bewohnerschaft eine sichere Zuflucht.

1616/1618
- Zur Zeit des Grafen Ernst von Isenburg -letzter Isenburger als Lehensnehmer der Herrschaft Arenfels- werden im "Hohen Haus" umfangreiche bauliche Veränderungen vorge-nommen. Der fortifikatorische Charakter des Hauses wird zu Gunsten eines höheren Wohn- und Repräsentations-wertes aufgegeben. Der Kellerraum erhält ein Tonnengewölbe aus Tuffstein, die Tür- und Fenstergewände werden in Basaltlava ausgeführt; durch Einbau eines Fachwerkgerüstes Unterteilung der Geschosse in jeweils drei Räume.
Besonderen Aufwand erfordern die "Kölner Decke" im Nordraum des Erdgeschosses und die Spindeltreppe, deren Achse korkenzieherartig aus einem Eichenstamm geschlagen ist. Es wird angenommen, daß die isenburgischen Beamten Laurenz Lutzen und Johann Jakob Pranghe bis etwa 1670 das "Hohe Haus" bewohnen und den isenburgischen Herrschaftsbereich verwalten; es wurden Steine, mit den Hausmarken dieser Personen gezeichnet, im "Hohen Haus" vorgefunden.

Hohes_Haus00_1.jpg
1632
- Brandkatastrophe in Hönningen, "als aber das Hoenningen vom Schweden Krieg ... gantz verbrandt von der untersten Pforten an .... ausgenommen 12 Häuser". Da die "unterste Pforte" nicht weit vom "Hohen Haus" entfernt war, steht das "Hohe Haus" mitten im Geschehen, allerdings ist es als massiver Steinbau längst nicht so gefährdet, wie die benachbarten Fachwerkhäuser, die ein Raub der Flammen werden. Es ist also nicht bekannt, ob die im Haus vorgefundenen Brandspuren davon herrühren.

1670
- Übergang des Lehens Arenfels mit allen Besitztümern und Rechten auf die Familie von der Leyen, deren Beamte nunmehr mit großer Wahrscheinlichkeit ihre Verwaltungsaufgaben - wie vorher die isenburgischen Beamten - vom "Hohen Haus" aus wahrnehmen. Aus der von der Leyenschen Zeit ist im "Hohen Haus" eine Ofenplatte mit dem habsburgischen Reichsadler erhalten geblieben.

1785
- Das "Hohe Haus" erhält einen zwei-geschossigen Anbau, ebenerdig aus Bruchstein und darüber aus schlichtem Fachwerk.

1806,
oder in den Folgejahren wird das "Hohe Haus" verkauft, der Käufer ist unbekannt. Nach einer Katasterzeichnung aus den Jahren 1823/28 ist das Grundstück, das sich an der Hauptstraße nach Norden ausdehnte, 3,67 Ar groß. Es umfaßt nach der Gebäudesteuerrolle von 1865, Wohnhaus mit Hofraum und Hausgarten, Scheune, Stall, Kelterhaus und Remise. 1845- 1872 -durch eine Zeichnung nachgewiesen, hat das "Hohe Haus" bis in die 40er Jahre des 19. Jahrhunderts ein Krüppelwalmdach. In der ersten bekannten Fotographie des Ortes (1872) ist aber das heutige Satteldach schon erkennbar. Eigen-tümer war ein Rentner Heinrich Alois Haan aus Köln.

1869 - Neuer Eigentümer ist ein Reinhard Graben aus Hönningen. Es ist nicht bekannt, ob es bereits unter ihm oder unter einem späteren Eigentümer zur Teilung der ursprünglichen Grundstücksfläche kam. Offenkundig hat es nach Reinhard Graben weitere Besitzwechsel gegeben, bis 1934 - Johann Frömbgen aus Ohlenberg erwirbt das "Hohe Haus". Letzter Eigentümer war dessen Sohn Alfons Frömbgen.

Hohes_Haus_mini.jpg1996 - Der erst im Jahre 1994 gegründete "Heimatverein" erwirbt das "Hohe Haus" und beantragt die Unterschutzstellung nach dem Denkmalschutzgesetz. Unter dem Leitgedanken: "Wir wollen der Vergangenheit eine Zukunft geben", haben seit dieser Zeit Mitglieder des Heimatvereins bei ständiger fachlicher Beratung und Begleitung durch die Denkmalbehörde, und mit der uneigennützigen Hilfestellung durch Bad Hönninger Bürger, Industrie- und Handwerksbetriebe im und am Hohen Haus gearbeitet, mit dem Ziel, das "Hohe Haus" mit seiner musealen Gestaltung zu einer Stätte bürgerschaftlicher Begegnung einzurichten.

2000
- Am 27./28. Mai wird das Hohe Haus mit dem Heimatmuseum eröffnet. 






Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:


Heimatverein e.V. - Hohe Haus
Hauptstraße 162
53557 Bad Hönningen

Tel.: +49(0)2635 1752 or 1502


info@hohes-haus.de
http://www.hohes-haus.de/


Wandern auf den Spuren der Römer am Weltkulturerbe Limes!<br>

Wandern auf den Spuren der Römer am Weltkulturerbe Limes!

Impressionen

Impressionen













BLUE FOCUS DESIGN