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1000 Jahre Bad Hönningen
Bad Hönningen

GROSSE HÖFETOUR

Rh 1 – Die große „Höfetour“

Tourdaten:

Länge: 19,3 km
Höchster Punkt: 348,7 m ü. NN
Tiefster Punkt: 79,8 m ü. NN

Die Tour beginnt am Wanderparkplatz in Arienheller beim Rheinsteig (rote Linie, Wegweiserstandort 17 Länge 7° 19.9843’/Breite 50° 30.6634’, 84 m ü NN).
Arienheller liegt in einem stillen Seitental an den Ausläufern des Westerwaldes. Hier kann man die rheinromantische Atmosphäre bei der alten, imposanten Villa „MarienstätterHof“ genießen. Später war sie das weitbekannte Kurhaus „Jägerhof“ „in schöner Lagemit Park und Mineralquelle“. Heute sind dort im Rheinwaldheim alte Menschen untergebracht und in der Remise Pensionspferde. Im Baedeker’s „Rheinlande“ von 1909 und Griebens Reiseführer „Rhein-Reise“ von 1912 ist dieser Ort vermerkt: „Bad Arienheller“ mit der im „hohem Sprudel zu Tage tretender Dreikönigsquelle“. Lieblich an den Weinberghängen gelegen.

Das heutige „Gut Arienheller“ erhielt seinen besonderen Charme durch die bauliche Vorlage eines Dresdner Gesellschaftshauses und wurde 1907 fertig gestellt. Von je her war es ein landwirtschaftlich geführter Betrieb und das jetzige „Urlaubsgut“ ist in der 3. Generation im Familienbesitz.

Wo der Bahlsbach bei genügender Wasserführung das Wasserrad nahe dem anderparkplatz antreibt, starten wir die Tagestour. Bei mäßiger Steigung des Weges verengt sich das Tal des Bahlsbaches – im örtlichen Sprachgebrauch besser unter „Dorntal“ bekannt – allmählich. Nach rund 4 km steigt der Weg auf den letzten 500 m bis zur Schutzhütte an der Kaisereiche stark an (Wegweiserstandort 18 Länge 7° 22.9454’/50° 31.0272’). Hier ist eine Verschnaufpause angezeigt.

Die Eiche wurde im Dreikaiserjahr (Bezeichnung für das Jahr 1888 im Deutschen Kaiserreich) gepflanzt. In diesem Jahr starb der deutsche Kaiser Wilhelm I. und wenig später – nach nur 99-tägiger Herrschaft – am 15. Juni auch sein ältester Sohn und Thronfolger

©plattfuss

Friedrich III. Ihm folgte ein Sohn Wilhelm II. als dritter Kaiser in ein und demselben Jahr. Nun zweigen wir auf dem Westerwaldsteig in südliche Richtung (nach rechts) ab und kommen bald am Gebildeichshäuschen vorbei. Das Gebildeichshäuschen ist eine Wetterschutzkapelle im Rheinbrohler Hochwald und das Dachgebälk soll aus dem Holz einer einzigen Eiche gefertigt worden sein. Es gibt nur einen einzigen Altershinweis an dem Gebäude; im Dachgebälk ist die Brandmarkierung 1819 erhalten. Es ist der einzige fassbare Beweis, dass zu dieser Zeit die Kapelle in der heutigen Form bestanden haben dürfte, obwohl vieles auf eine weit frühere Erbauungszeit hindeutet.

Nach knapp einem Kilometer verlassen wir den Westerwaldsteig (Wegweiserstandort 19 Länge 7° 22.5933’/Breite 50° 30.6619’) und der Limesweg wird in südöstlicher Richtung unser Begleiter sein. Nach rund einem Kilometer haben wir rechts des Weges die Landwehr (Wegweiserstandort 23 Länge 7° 22.7419’/Breite 50° 30.2238’) erreicht.

Südlich des Wachpostens 1/11 – der höchsten Stelle mit weiter Fernsicht auf dem Plateau des Freßhelders – kreuzt die mittelalterliche Landwehr den heute nicht mehr sichtbaren Limes. Der Flurname „Auf dem Schlag“ (Schlagswiese) lässt darauf schließen, dass sich in der Nähe ein bewachter Durchgang bestand, der üblicherweise mit einem Schlagbaum abgesperrt wurde. Vorbei am Wachtposten 1/12 kommen wir schnell zum Weierhof. Der Weierhof ist erst im 19. Jahrhundert entstanden. Zum Zeichen der ehemaligen Abhängigkeit musste der Bürgermeister von Niederhammerstein jährlich eine pfündige Kerze an die Pfarrei Rheinbrohl liefern, was bis zur Kulturkampfzeit (1872-1885) noch immer geschah.

Nach weiteren rund 500 m zweigen wir an der Schutzhütte (Wegweiserstandort 24 Länge 7° 23.1888’/Breite 50° 29.6928’) nach rechts in südwestliche Richtung zum am

©plattfuss

Rheinhöhenweg liegenden Forsthof ab, den wir nach einem guten Kilometer erreicht haben. Hier bietet sich eine Einkehr mit Stärkung für den weiteren Wanderweg an. Nach Ableben des letzten Burggrafen Ludwig von Hammerstein zog 1413 Kurtrier das Lehen ein und behielt es in eigener Verwaltung unter einem Amtmann, wie es auch die Pfarrstelle von da an vergab. Der Pfarrbezirk umfasste nur den Pfarrort Oberhammerstein, die Burg, den Hof Forst und zwei Höfe zu Rockenfeld. Erst im 16. Jahrhundert kam das ebenfalls zur Burggrafschaft gehörige Niederhammerstein hinzu.

Nach rund 500 m auf dem Rheinhöhenweg laufend zweigen wir am Wegweiserstandort 26 (Länge 7° 22.3835’/Breite 50° 28.9614’, 342,3 m ü. NN) nach rechts in nordwestliche Richtung zum Rheinsteig (Wegweiserstandort 27 Länge 7° 21.4910’/Breite 50° 29.1501’) ab. In etwa 2,2 km - immer abwärts gehend - haben wir das Tal des Hammersteiner Baches (149,4 m ü. NN) erreicht. Wir nehmen nun die Markierung des Rheinsteiges und müssen auf den ersten 600 m rund 120 Höhenmeter überwinden, bevor wir dann nach rund 1 km leicht fallenden und wieder kurz ansteigenden Weges das Plateau eines Grauwackenschiefer-Sporns erreicht haben.

Die markante Aussicht in das Rheintal von der nahe gelegenen Rheinbrohler Ley (190 m ü. NN) entschädigt für die Mühen des kürzlichen Aufstieges. Weiter führt der Weg nun abwärts – vorbei am Ehrenmal für die im 1. Weltkrieg gefallenen Soldaten des Infanterie-Regimentes Nr. 29 von Horn - nach Rheinbrohl. Nach etwa 1,8 km besteht in der Nähe der Kirche die Möglichkeit in die Ortslage abzubiegen. Weiter auf dem Rheinsteig kommen wir nach rund 3,3 km – vorbei am Lampenthalerhof – zur Kreisstraße 1 (Wegweiserstandort 21 Länge 7° 20.5214’/Breite 50° 30.4261’) und haben weiter dem Rheinsteig folgend bis zum Ziel in Arienheller noch etwa 2,2 km zu bewältigen

Alternativ verlassen wir bei der Kreuzung mit der Kreisstraße 1 den Rheinsteig und kommen in nordwestlicher Richtung über den RömerWeltWeg nach einem Kilometer wieder zum Ausgangspunkt des Wandertages zurück.

Hinweis:

Die Wanderwege in Rheinbrohl werden derzeit neue markiert. Daher bestehen vor allem am Wanderweg Rh1 Markierungslücken. Wir bitten um Ihr Verständnis.


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02. - 03. Dezember 2017

02. - 03. Dezember 2017















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